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FAQ |
Wieviele Unterrichtsstunden sollte eine PM-Einführung mindestens umfassen?
Wir empfehlen ca. 30 bis 40 Unterrichtsstunden für das Erlernen der Methode an einem Beispielprojekt (wie z. B. eine Klassenfahrt). Dieser Zeitrahmen hat sich zumindest in der Fachoberschule bewährt. Im Anschluss an die "Trockenübung" wird i.d.R. ein reales Projekt aus der Fachrichtung geplant und umgesetzt, dessen zeitlicher Umfang stark vom gewünschten fachlichen Tiefgang des jeweiligen Projekts abhängt.
Teambildung nach Neigung oder Zufall?
Aus den Schulen haben wir dazu überwiegend die Rückmeldung erhalten, dass mit Zufallsgruppen die besten Erfahrungen gemacht wurden. Diese Variante entspricht auch der Praxis in vielen Unternehmen. Dreamteams, die aufgrund individueller Kompetenzprofile zusammen gestellt werden, sind eher die Ausnahme. Der META-Test im Leitfaden dient daher auch nicht der Vorauswahl von Teammitgliedern, sondern soll in den Teams eine Diskussion um die vorhandenen Kompetenzen anstoßen. Erst wenn sich das Team seiner Stärken und Schwächen bwewusst ist, kann es Maßnahmen ergreifen, um eine innere Balance durch entsprechende Rollen- und Aufgabenverteilung herzustellen.
Was ist ein Projekt im Sinne von Projektmanagement?
Nach DIN 69 901 versteht man unter einem Projekt "ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, z.B.
- Zielvorgabe
- zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen
- Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben
- projektspezifische Organisation".
Was ist Projektmanagement?
Projektmanagement ist nach DIN 69 901 die "Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projekts". Projektmanagement ist ein Bündel von Methoden und bildet insgesamt ein System, das sich nicht auf Meilensteine oder Ablaufpläne reduzieren lässt. Es entfaltet seine Wirkung erst im Zusammenhang der einzelnen aufeinander aufbauenden Schritte. Der Versuch, nur einzelne Komponenten in der Organisation zu nutzen, ist in aller Regel zum Scheitern verurteilt. Der Einsatz einer Projektmanagement-Software kann Projektmanagement nicht ersetzen, sondern bestenfalls ergänzen.
Müssen alle Schritte in der Reihenfolge bearbeitet werden, wie sie in den Leitfäden „Projektmanagement macht Schule“ vorgegeben sind?
Die Schritte entsprechen internationalen Standards; sie bauen aufeinander auf und folgen einer inneren Logik, die erst dann insgesamt erfasst werden kann, wenn alle Planungsschritte nacheinander bearbeitet wurden. Für das Erlernen der Methode ist es daher unerlässlich, die Schrittfolge einzuhalten. Die Erfahrungen in der Wirtschaft zeigen, das die Qualität der Projektplanung (und damit auch die Vollständigkeit der Schritte) einen hohen Einfluss auf den Projekterfolg hat.
Sollte die zur Verfügung stehende Zeit für eine solide Projektplanung nicht ausreichen, ist es besser, auf die Anwendung der Methode zu verzichten oder das Vorhaben an den Zeitrahmen anzupassen. Manchmal jedoch entstehen zeitliche Engpässe durch unvorhersehbare Ereignisse, sodass nicht alle Schritte vollständig im Unterricht durchgeführt werden können. In diesem Fall raten wir, die Planung wenigstens bis zum Projektstrukturplan zu erstellen und sich dafür auch die erforderliche Zeit zu nehmen. Die Arbeitspakete und der Projektablaufplan können von den Projektteams dann auch außerhalb des Unterrichts erstellt werden. Auf eine Ergebniskontrolle sollte jedoch auch in diesem Fall nicht verzichtet werden.
end faq
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